“Economics, Competition Law, and Competition Policy”, Prof. Richard S. Markovits (University of Texas at Austin), 6. Juli 2017

Sehr herzlich luden wir Sie und Euch zur kartellrechtlichen Vortragsveranstaltung ein, die das Kartellrechtsforum und das Max-Planck-Institut in Kooperation durchführten.

Professor Richard S. Markovits
University of Texas at Austin

sprach zu:

“Economics, Competition Law, and Competition Policy”

Moderation: Professor Dr. Josef Drexl, LL.M. (Berkeley)

Die Veranstaltung fand am Donnerstag, den 6. Juli 2017, um 19:00 Uhr im Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb (Marstallplatz 1, München, Saal E 10) statt. Sie wurde in englischer Sprache durchgeführt.

Professor Richard S. Markovits ist Lehrstuhlinhaber an der University of Texas at Austin. Seine Arbeitsgebiete umfassen das Kartellrecht, Law and Economics sowie das Verfassungsrecht. Das Antitrust Bulletin hat mit dem Heft 2016, issue 1, ein gesamtes Symposiums-Heft dem kartellrechtlichen Wirken von Richard Markovits und seinem Einfluss auf das US-amerikanische Kartellrecht gewidmet. Professor Markovits hat in renommierten Journals publiziert und insbesondere im Jahr 2014 im Springer-Verlag das zweibändige Werk „Economics and the Interpretation and Application of U.S. and E.U. Antitrust Law“.

In seinem Vortrag erklärte Richard Markovits verschiedene, rechtspraktisch bedeutsame Ansätze zur Beurteilung von kartellrechtlichen Strategien im US-amerikanischen und europäischen Kartellrecht. Zudem analysierte er das insbesondere in der Fusionskontrolle zentrale Konzept der kartellrechtlichen Marktabgrenzung und hinterfragte dessen Eignung zur Identifikation von kartellrechtswidrigem Verhalten. Dabei legte er dar, dass in der Praxis der US-amerikanischen Kartellbehörden sowie der Europäischen Kommission formal zwar marktbezogene Ansätze verfolgt werden, inhaltlich zu diesen Konzepten jedoch eine Distanz besteht. Anschließend erörterte Professor Markovits die Notwendigkeit, neben Preiswettbewerb auch stärker den Qualitätswettbewerb zu berücksichtigen. Schließlich stellte Professor Markovits die „General Theory of Second Best“ vor und zog Schlussfolgerungen für die Berücksichtigungsfähigkeit von Effizienzen im Kartellrecht und der Wettbewerbspolitik.